Das Politskunk
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Schluß mit politischem Narrentum

Anders als mancher bei dem Titel vermuten könnte, widme ich mich heute noch nicht der Amtsführung des Bundespräsidenten (vielleicht schreibe ich zu einem späteren Zeitpunkt hierzu noch etwas). Stattdessen hat mich die letzte, etwas schlafarme Nacht gedanklich zu dem Thema geführt, dessen ich mich in den nächsten Wochen nebenbei annehmen möchte.
Die folgenden Zeilen haben eben den Fernsehsender phoenix erreicht:

"Die Erfahrung zeigt, daß die politischen Veranstaltungen der politischen Parteien am Aschermittwoch der Karnevalszeit keinen positiven Beitrag zur politischen Kultur oder Bildung leisten. Es handelt sich bei den vorgetragenen Reden, gleich welcher Partei, um aggressive Anfeindungen auf unterstem Niveau ohne jeden konstruktiven Inhalt, die, selbst wenn sie nicht auch auf diesem Weg entstanden sind, doch an den alkoholgeschwängerten Konventionsverzicht der Vortage anknüpfen.
Schwere Beleidigungen der politischen Konkurrenz sind an diesem Datum alltäglich, nachträgliche Anzeigen häufig. Das Bild, das dem, im wörtlichen wie übertragenen Sinn, nüchternen Betrachter übermittelt wird, zeigt eine zänkische, boshafte und scheinbar ungebildete politische Klasse, deren einziges Ziel es ist, allen anderen eins "auszuwischen".
Hierdurch wird Politikverdrossenheit vorangetrieben und zielführende Diskussion über Sachthemen verhindert. Durch mediale Präsenz, insbesondere der skandalträchtigsten Ausschnitte, wird das Verhalten noch gefördert.
Einem Sender wie Ihren, dem die Vermittlung von Politik an die Bürger ein besonders starkes Anliegen sein sollte, wäre zu empfehlen, sich von solchen voraussehbaren Schlammschlachten fernzuhalten.

Ich möchte Sie daher bitten, wenn schon nicht dauerhaft, dann doch zumindest probeweise in diesem Jahr, demonstrativ auf die Übertragung des "politischen Aschermittwoch" zu verzichten, und anstelledessen ein anspruchsvolles Gegenprogramm in Form von politikwissenschaftlicher Analyse oder ausgewählten historischen Parlamentsreden zu senden, um die Akteure zur Vernunft zu mahnen."

Vergleichbare Schreiben mit der Bitte darum, die eigene Veranstaltung abzusagen, haben die Bundestagsparteien von mir erhalten, ausgenommen CDU und CSU, deren "Traditionsbewußtsein" das wohl vollständig verhindern würde. An weitere Beteiligte (Fernsehnachrichten, Informationsradiosender) wende ich mich zu einem späteren Zeitpunkt, eventuell bitte ich auch das Bundestagspräsidium um ein paar mahnende Worte.

Mein Vorhaben ist sowohl banal als auch mit wenig Erfolgsaussicht versehen, aber versuchen möchte ich es allemal. Ich habe mir lange genug die politische Unkultur am Ende der Faschingszeit angetan, und wenn sich mir die Möglichkeit bietet, gegen diesen Mißstand vorzugehen, dann will ich das tun. Ich will keine Parteigrößen, die glauben, hin und wieder wäre Stammtischniveau schon okay, weder bei denen, die ich unterstütze, noch beim Rest. Und wenn nur eine Seite des Kaspertheaters ausschert, hat der Rest, wenn der Suff verflogen ist, zumindest etwas zum Nachdenken.
10.1.12 19:09
 


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