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Karnevalspräsident Seehofer?

Christian Wulff ist zurückgetreten, etwas, das ich als wohl einer von wenigen bedauere, da ich mit seiner Amtsführung bis zum Ende des letzten Jahres einigermaßen zufrieden war, auch hier wohl als jemand, der einer Minderheit angehört. Die Suche nach einem möglichen Nachfolger läuft; den Versuch, dies parteiübergreifend zu regeln sehe ich positiv, auch wenn bedauerlicherweise Die Linke übersehen wurde (die ich motiviert habe, sich trotzdem weiter als gesprächsbereiter Partner zu zeigen).
Ich muß befürchten, daß man sich letztlich auf Joachim Gauck einigt, den ich, genauso wie vor zwei Jahren, einfach nicht als fähig betrachte, dem Amt gerecht zu werden und bei dem ich ein ähnliches Fiasko von Einmischungen, Voreingenommenheiten und Anfeindungen erwarte wie bei Horst Köhler. Meine Bitte an die SPD vor ein paar Wochen, die nun aktuell geworden ist, nicht nochmals auf diese Person zu drängen, die einen großen Teil der Bevölkerung, nicht zuletzt auch die Anhängerschaft der SPD selbst, nicht repräsentieren kann und will, und die mit den offensiven Äußerungen über die Demonstrationen des Herbstes diesen Faktor auch eindrucksvoll belegt hat, sind nicht beachtet worden, wie es scheint. Bleibt nur die Hoffnung, daß im Konsens doch noch ein anderer Kandidat gefunden wird, auch wenn die meistversprechenden schon abgelehnt haben.
Vorerst jedenfalls steht dem Land der Bundesratspräsident vor, derzeit Horst Seehofer, und das könnte ein unerwartetes Problem darstellen.

Am Mittwoch finden die (von mir weiterhin abgelehnten) politischen Kundgebungen zum Aschermittwoch statt, eine Faschingstradition der Beleidigungen und Ausfälligkeiten, der Fäkalrhetorik. Als Parteivorsitzender der CSU, die in dieser Hinsicht schon immer eine besondere Auffälligkeit an den Tag gelegt hat, ist Herr Seehofer selbstverständlich fest eingeplant.
So ziemlich alle Ansprüche, die an den Bundespräsidenten gestellt werden, werden in einer solchen Veranstaltung mit Füßen getreten. Wenn der Präsident an diesem Tag dort anwesend ist und womöglich eine derartige Rede hält, wie man sie erwartet, brauchen wir uns um den nächsten keine Sorgen mehr zu machen. In diesem Fall ist das Amt endgültig und dauerhaft vernichtet.

Ich habe Herrn Seehofer eindringlich gebeten, kurzfristig abzusagen, um eine politische Institution, die in den letzten fünfzehn Jahren genügend gelitten hat, nicht noch weiter zu beschädigen, genauso wie sich selbst. Wenn das, was von einer Bundespräsidentschaft in Erinnerung bleibt, eine typische Aschermittwochsrede ist, wird Lübcke problemlos als bislang schlechtester Amtsinhaber überboten. Hoffen wir auf einen Hauch politischer Vernunft im Narrentreiben unserer Tage...
19.2.12 11:03
 


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